Berufsfrühorientierung

Schüler tauschten ihre Federtaschen gegen Säge

In den vergangenen vier Tagen tauschten fünfzehn Achtklässler der „Regionalen Schule Zingst“ Federtasche und Lehrbücher gegen Klöpfel, Stecheisen und Feinsäge. Seit vier Jahren arbeitet die Schule im Rahmen der Berufsfrühorientierung mit dem „Bildungszentrum Ribnitz-Damgarten“ zusammen. 

Die Schüler probierten täglich ein neues Berufsfeld aus. Kosmetikerin stand bei den Mädchen hoch im Kurs. Bei den Jungen waren eher die handwerklichen Berufe gefragt. Dabei freut sich Tischler und Zimmermannsmeister Klaus Rüller immer besonders über das weibliche Geschlecht in seiner Werkstatt. „Mädchen sind die besseren Handwerker. Sie lassen sich mehr sagen, haben mehr Ausdauer und arbeiten genauer“, erklärte der Meister, der seit Jahren Jugendliche ausbildet. 

Hinter der Aktion steht der Gedanke, der Berufsabbrecher-Quote entgegenzuwirken. Schulsozialarbeiter Peter Kladek: „Wir möchten den Jugendlichen zeigen, dass sie etwas mit ihren eigenen Händen schaffen können. So wird bei vielen das Interesse geweckt. Auch bei denen, die in der Schule sonst eher zurückhaltend sind.“ Ausbilder Klaus Rüller zeigte sich zufrieden mit seinen Tages-Schülern. Sehr geschickt und motiviert seien die meisten gewesen. 

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