Ferienprojekt der Umweltbildung

Dem heimischen Wald gewannen Viertklässler der Zingster Schule gestern ganz neue Seiten ab. Mit verbundenen Augen verharrte ein Dutzend Schüler regungslos zwischen Bäumen, Farnen und zahllosen Mücken. Die in der kurzen Zeitspanne gemachten Erlebnisse stellten für manche der Schülerinnen schon etwas Neues dar. Genau da setzen die Ferienspiele des Sachgebiets Umweltbildung der Nationalparkverwaltung an: Die heimische Natur mit allen Sinnen begreifen. Das hat sich Marie Grauwinkel, die in der Umweltbildung ein Freiwilliges Ökologisches Jahr ableistet, auf die Fahnen geschrieben und sich für mehrere Ferienangebote verschiedene Erfahrungsmöglichkeiten für die Kinder ausgedacht.

Und die kamen nicht nur bei den Schülern gut an. Auch der begleitende Lehrer Reiner Meinke gab dem Engagement für die Natur vor der Haustür gute Noten. „Wenn die Kinder zu Hause Ferien machten, sollten sie das erleben, was so viele Urlauber dazu bewegt, hierher zu kommen.“ Für Aileen Hehl beispielsweise war die Tour durch den Darßwald mit Ziel Weststrand ganz schön aufregend. Und das, obwohl die Zehnjährige schon an mehreren Projekten der Umweltbildung teilgenommen hat. Ihr machte es zudem richtig Spaß, weil das spielerische Erleben im Vordergrund stand. Im Internationalen Jahr des Waldes will Marie Grauwinkel allgemeines Wissen über Wälder an die Mädchen und Jungen bringen. Sehen, hören und tasten gehören dazu, die eigene Umwelt wirklich zu begreifen. So standen dann am Strand weitere Spiele auf dem Programm. Dabei ging es u.a. um das Erkennen verschiedener Pflanzen. Klar, dass die Pflanzenteile später noch in einem überdimensionalen Strandtier Verwendung fanden.

Schon oft bei Umweltprojekten mitgemacht hat auch Charlotte Ziller. Sie war erst in der vergangenen Woche in einem Wald — nicht auf dem Darß, sondern bei Malchow, wie die Zehnjährige sagte. Auch heute haben sich wieder Schüler der Zingster Schule für ein Ferienprojekt der Umweltbildung angekündigt.

Bericht: Timo Richter

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