Neubau von Speisesaal und Bibliothek an unserer Schule
Ein neuer Speisesaal, Umzug des Schüler- und Jugendzentrums, Neubau einer Bibliothek mit Haus des Gastes — das Konjunkturpaket II erweist sich als Segen für das Seeheilbad.
Wenn derzeit an der Zingster Schule Bauarbeiter die Regie übernommen haben, nimmt ihnen das Schulleiter Jürgen Schneider kaum übel, und schon gar nicht Bürgermeister Andreas Kuhn. Entsteht mit dem neuen Anbau an der Schulküche doch nicht nur ein neuer Speisesaal mit 65 Plätzen und im Obergeschoss die neuen Räume des Schüler- und Jugendzentrums, die neue zentrale Bushaltestelle wird in diesem Zusammenhang gleich als Info-Zentrum für Gäste aufgewertet. Denn das alte Jugendzentrum macht Platz für eine neue Bibliothek samt neuem Haus des Gastes mit Info-Punkt und Multimedia-Ecke.
Der Zingster Verwaltungschef will mit der Gesamtinvestition von rund 750 000 Euro gleichsam zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Gefördert wird das Vorhaben mit Geld aus dem sogenannten Konjunkturpaket II. Darin fanden sich für die Zingster immerhin 200 000 Euro. Die Übergabe des Speisesaals ist für den 8. Juli geplant — pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
„Schöner, größer, heller, freundlicher.“ Andreas Kuhn lässt kaum eine Steigerung aus angesichts des Treibens neben dem Schulhof — und der bevorstehenden Bürgermeisterwahl. 65 Plätze wird der neue Speisesaal haben. Und auch die Schulküche wird rundum erneuert. Besteck, Töpfe, Pfannen und Geschirr inklusive. Im Vergleich zur derzeitigen Lösung — schichtweises Essen im Schüler- und Jugendzentrum — werde künftig eine qualitativ viel bessere Variante angeboten.
Und die soll beispielsweise mit einem größeren Speiseangebot zusätzliche Schüler zum Essen in der landesweit nahezu letzten alleinigen Schulmensa locken. Zurzeit essen sich nach Zählungen von Jürgen Schneider rund 120 Schüler in der Schulküche satt. Gerade ältere Schüler, die mittags schon mal einen Döner verdrücken, sollen wieder auf dem Schulgelände speisen. Ganz dem Titel „Gesunde Schule“ verpflichtet, den die Zingster Bildungsstätte als zweite Schule in Mecklenburg-Vorpommern errang. Eine Jury lobte damit nicht nur die Beköstigung durch die gemeindeeigene Schulküche, sondern auch die familiäre Atmosphäre in der Schule. Ob die Schule den Ansprüchen auch dauerhaft genügt, wird in einem weiteren Gutachten festgehalten. Erstellt wird die Analyse im kommenden Jahr. Damit nicht genug: Die Zingster Schule wurde auch als Modellschule für ein Pilotprojekt im Zusammenhang mit der Trinkwasserversorgung der Schüler ausgewählt. Einzelheiten dazu will der Schulleiter aber erst später verkünden.
In der Regionalen Schule mit Grundschule werden rund 200 Kinder unterrichtet — mit steigender Tendenz, wie es Schulleiter Jürgen Schneider hoch erfreut. Die Hälfte der Kinder kommt direkt aus dem Seeheilbad, die andere Hälfte reist mit dem Bus an — aus Barth oder gar aus Wustrow von der anderen Richtung her.
TIMO RICHTER, OZ am 8.4.2010
