Zingster Schüler bei den Festspielen MV

Ein besonderes Angebot machen die Musikfestspiele Mecklenburg-Vorpommern für Schüler weiterbildender Schulen unseres Kreises. „Gut, dass solch hochwertige Konzerte angeboten werden.“ Jürgen Schneider, Leiter der Regionalen Schule mit Grundschule Zingst ist angetan vom Angebot der Musikfestspiele Mecklenburg-Vorpommern. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis soll Mädchen und Jungen aus weiterführenden Schulen Nordvorpommerns die Möglichkeit geboten werden, vier ausgewählte Konzerte der Musikfestspiele zu besuchen. Beispielsweise ein Konzert am 18. Juni in der Barther Marienkirche, bei dem Sebastian Küchler-Blessing auf der Orgel spielen wird. Weitere Termine sind der 2. Juli (19.30 Uhr, Greifswalder Dom), 10. Juli (Samow, Gutsanlage) und 29. August (Wieck auf dem Darß, Hafen).

Die Idee für die Kooperation sei in einem Gespräch mit Intendant Dr. Matthias von Hülsen entstanden, erzählt Landrat Ralf Drescher. Wie bringe man Schüler in Kontakt mit klassischer Musik? Um das Interesse kreisweit auszuloten, wurde schließlich ein Informationstreff im Landratsamt vereinbart, an dem zahlreiche Schulleiter — unter anderem aus Reinberg und von der Kreismusikschule — teilnahmen. Wie würde die Zusammenarbeit aussehen? „Wenn es Interesse gibt, würden wir versuchen, das organisatorisch zu bündeln und über Sponsoring die Beförderung der Schüler zu organisieren“, erläutert Ralf Drescher. Im Gegenzug hätten interessierte Mädchen und Jungen zu Vorzugskonditionen Zugang zu den Konzerten. „Unser Angebot ist ein ermäßigter Eintritt für Schüler von drei Euro. Wenn sie ihre Eltern mitbringen, würden wir den Eltern einen ermäßigten Eintritt von fünf Euro anbieten“, listet Dr. Matthias von Hülsen auf. Und fügt hinzu, dass „die Künstler, die wir präsentieren, sehr jung sind“ und altersmäßig gut zu dem Angebot für die junge Generation passen würden.

An den weiterführenden Schulen zwischen Barth und Grimmen soll das Interesse nun abgeklopft werden. „Bei uns an der Küste ist das Kulturangebot ja sehr gut“, meint Jürgen Schneider. „Aber dieses Angebot ist schon eine besondere Sache, zumal die Schüler die Konzerte fast zum Nulltarif besuchen können. Wir werden jedenfalls versuchen, so viele Schüler wie möglich dafür zu begeistern.“ 

Ostsee-Zeitung vom 18.05.2010

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